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Die Wege über die knapp 90 Quadratmeter große Insel schlängeln sich vorbei an fruchtbarem Ackerland durch idyllische Dörfer und Städte. Neben der hyggeligen Kleinstadt Marstall und der Märchenstadt Ærøskøbing gehört auch die kleine Hafenstadt Söby zu den malerischsten Kleinstädten im Königreich Dänemark.

Die kleine historische Hafenstadt auf der Romantikinsel Ärö

Im Hafen von Söby kommen die Fähren vom Festland an und die Fischerboote mit ihrem täglichen Fang Ostseefisch. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt auch der Sportboothafen mit der schönen Caféteria „Øen“ – sie heißt genauso wie die Fähre nach Als.

Hochinteressant ist, dass im Hafen auch alte Galeonen und Wikingerboote restauriert werden, wobei einerseits Techniken des 16. Jahrhunderts und andererseits moderne Technologien eingesetzt werden. Spaziergänge am Hafen werden dann besonders stimmungsvoll, wenn er im Schein der Abendsonne einen besonderen Glanz erhält.

Söby hat einen schönen alten Stadtkern und eine Badebucht mit weichem, weißem Sandstrand. Zu den Attraktionen gehört auch eine gepflegte und fantasievoll angelegte Minigolfbahn, die schön zentral liegt.

Direkt gegenüber der Golfbahn erhebt sich die Kirche hoch über die Stadt. Vom Kirchhof weitet sich ein wunderbarer Blick über den ganzen Ort, die Fähren, den Fischereihafen und die Werft aus. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1745. Mit seinem unverfälschten, ländlichen Stil ist das Gebäude mit schönem Altargemälde und zehnstimmiger Orgel charakteristisch für die Kirchen auf Ærø. Unter der flachen Decke hängen interessante Schiffsmodelle aus dem Jahr 1824.

Die Landstraße in nordwestliche Richtung führt nach Haven, einem kleinen Ferienparadies mit schönen Ferienhäusern für Familien. Der Ableger Söbys war einmal selbst ein eigenständiges Dörfchen und auf dem Weg dorthin kommt man an der alten, strohbedeckten Mühle vorbei. Sie stemmt aus dem Jahr 1881 und ist neben der Stadtmühle von Ærøskøbing und der Vester Mølle bei Søbygaard eine der drei schönen und besonders gut erhaltenen Windmühlen auf Ærø.

Direkt gegenüber liegt die Kerzenfabrik, wo unter anderem die berühmten Møllekerzen für den Export hergestellt werden. Im Fabrikladen können Kerzen erworben werden, ehe man sich auf den Weg macht zu dem großen Blinkfeuer des stolzen Leuchtturms der Insel. Kurz davor liegt ein kleiner Vogelpark, der zudem als wildbiologische Rettungsstation für verunglückte Vögel dient.

Am äußersten Ende des Weges ragt mit einer Höhe von 32 Metern der Skjoldnaes Leuchtturm empor, einer der schönsten Leuchttürme Dänemarks. Gebaut wurde er aus Bornholmer Granit, gleichermaßen als Gruß in Richtung Süden und an die vorbeifahrenden Seeleute. Außerdem kann man den Turm erklimmen und die fabelhafte Aussicht genießen. Vom Leuchtturm aus führt ein kurzer Spazierweg hinunter zum Naturstrand.

Richtig schöne Badestrände gibt es ganz in der Nähe in Richtung Marstal: So bieten die Strände bei Risemark oder bei Dunkoermark den besten Badespaß in kristallklarem Wasser. Charakteristisch für die mehr als 70 Kilometer lange Küstenlinie der Insel Ærø sind auch hier die steilen, kreideweißen Dünen.