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Für die meisten Dänemarkurlauber ist Lolland nur ein Zwischenstopp. Doch die viertgrößte Insel Dänemarks hat viel mehr zu bieten als nur den Fährhafen von Rødby und die Autobahn in Richtung Kopenhagen. Vor allem die größte Stadt der Insel, das idyllische Nakskov, ist eine Reise wert.

Nakskov auf Lolland – eine dänische Idylle am Fjord

Nakskov ist eine typisch dänische Kleinstadt mit einer liebevoll restaurierten Altstadt, einem kleinen Hafen und rund 12.000 Dänen, die den beschaulichen Ort an der Westküste von Lolland ihr Zuhause nennen. Zunächst scheint sich Nakskov also nicht von anderen dänischen Kleinstädten zu unterscheiden, doch vor den Toren der Stadt zeigt sich seine Besonderheit: der Nakskovfjord. Er breitet sich über eine Länge von fast zwölf Kilometern in Richtung Langelandbelt aus und beeindruckt jeden Besucher mit seinen einmaligen Küstenabschnitten und einer malerischen Inselwelt.

Der Nakskovfjord ist Naturschutzgebiet und lässt sich auf zahlreichen Rad- und Wanderwegen allein oder mit einem Naturguide erkunden. Es finden sich alte Fischer- und Lotsenhäuser, ein Leuchtturm sowie ein kleiner Aussichtspunkt. Für die Rast stehen mehrere Grillplätze zur Verfügung und Naturliebhaber können rechts und links der Wege seltene Pflanzen, Vögel und mit etwas Glück auch Strandkröten entdecken.

Zu den Inseln im Fjord verkehrt ein kleines Postschiff. Es befördert in den Sommermonaten gegen einen Obolus auch Passagiere, die vom alteingesessenen Skipper während der Rundfahrt Wissenswertes und Anekdoten über Nakskovfjord erfahren. Alternativ zum Postschiff können im Nakskover Hafen auch Segel-, Motor- und Ruderboote ausgeliehen werden. So kann der Fjord auf eigene Faust erkundet und im fischreichen Wasser geangelt werden.

Nakskov selbst bietet ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten für seine Urlauber. Bei einem Bummel durch die Altstadt können die gotische Nicolaikirche sowie alte Bürgerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert bestaunt werden. Es gibt einen sehenswerten jüdischen Friedhof, einen Jachthafen und eine quirlige Shoppingmeile, bei der es sich sogar um die älteste Fußgängerzone Dänemarks handelt.

Bei schlechtem Wetter lohnt sich ein Besuch des Schiffs- und Seefahrtmuseums, des Feuerwehrmuseums oder auch der Alten Druckerei. Ferner können Leckermäuler noch das Zuckermuseum in der größten Zuckerfabrik des Landes besichtigen und sich anschließend ein typisch dänisches Eis in der Altstadt gönnen.

Bei schönem Wetter jedoch ist auch in Nakskov Strandzeit. Besonders beliebt sind hierfür die schmale, mehr als sieben Kilometer lange Landzunge Albuen und der Hestehoved Strand. Beide Uferstreifen sind einfach per Bus oder Fahrrad zu erreichen und bieten lange, flach abfallende Sandstrände. Der Hestehoved Strand ist dabei vor allem bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt. Er wurde bereits mehrfach mit der Blauen Flagge ausgezeichnet und ist sowohl behinderten- als auch familienfreundlich. Es gibt einen 190 Meter langen Badesteg, Sportmöglichkeiten und eine Minigolfanlage. Und sollte das dänische Wetter doch wieder umschlagen, befindet sich nördlich der Nakskover Altstadt ein Schwimmbad mit Wasserrutschen und einer Kletterwand.

Ist Nakskov und die Fjordregion erkundet, lohnt sich ein Ausflug in die Umgebung. So gibt es zum Beispiel zahlreiche Obstplantagen, die ihre Ware in kleinen Hofläden anbieten und vom Nakskover Vorort Tårs auch eine Fährverbindung zur Nachbarinsel Langeland.