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Einst war Aarö Deutschlands nördlichste Insel. Heute ist das dänische Inselkleinod der ideale Ort für einen erholsamen Ferienhausurlaub mit der Familie. Besucher von Aarø entdecken „Lillebælts Perle“ am besten zu Fuß oder mit einem Fahrrad. Wer die Insel entlang ihrer Küste umrunden will, legt etwa 21 Kilometer zurück.

Aarø, die naturschöne und historische Perle im Kleinen Belt

Die dänische Insel Aarø liegt an der Mündung des Haderslev-Fjordes. Die Küste gehört hier zu Dänemarks besonders wertvollen Küstenregionen. Die etwa 1,5 Kilometer vom Festland zum Inselhafen legen Fähren in sieben bis acht Minuten zurück.

Als nördlichste Insel des ehemaligen Deutschen Reichs war die kleine Insel Aarø einst Dreh- und Angelpunkt eines regen Schmuggels zwischen Deutschland und Dänemark. Zum Glück aller Urlauber ist heute alles ganz idyllisch auf der Insel. Mitten im Kleinen Belt liegen auf Aarø romantische Familiengehöfte mit langen Traditionen, sonnenbeschienene, fruchtbare Felder und ganz viel Natur.

Besonders reich an Kulturdenkmälern ist die etwa 570 Hektar große Insel. Für den idyllischen Inselort besonders charakteristisch sind schmale Straßen, die alte Julekirke, Steinwälle und pittoreske Familiengehöfte mit bunt umzäunten Vorgärten.

Früher gab es auf der Insel sowohl eine kleine deutsche als auch eine dänische Schule. Daneben existierten auch eine Meierei, ein Kaufmann, eine Schlachterei, eine Schmiede und ein Dorfkrug. Bis zur Wiedervereinigung mit dem dänischen Königreich im Jahr 1920 beschränkte sich die Bebauung von Aarø einzig und allein auf den Inselort. Im 18. Jahrhundert hatte es im Königreich Dänemark eine Landreform gegeben – auf Aarø fand sie allerdings nicht statt. Erst 1920 wurde der Straßenverlauf auf der Insel neu festgelegt.

17 kleinere Landwirtschaftsbetriebe befinden sich auf der östlichen Seite der Insel. Dort beträgt die Höhe bis zu etwa acht Meter über der Meeresoberfläche – eine Elevation, die ausreichenden Schutz vor Hochwasser bietet, wie es im Jahre 1872 auf Aarø bereits einmal zu verzeichnen war. Jetzt findet man hier und da Inselbebauung, so wie „æ løkke“ nördlich des Hafens.

Familienurlauber auf Aarø besuchen gern Brummers Gaard, ein Gehöft von 1866, das vom dänischen Staat 1989 unter Denkmalschutz gestellt worden war. Es bekam seinen Namen nach Knud Brummer, dem letzten Eigentümer des Hofes, der 1996 verstorben ist. Brummer war nicht allein Landwirt, als besonders geschichtsinteressierter Insulaner kümmerte er sich auch um die Archäologie auf Aarø. Brummer entdeckte zahlreiche steinzeitliche Hinterlassenschaften, die auf Brummers Gaard ausgestellt sind.

Sehenswert sind Findlinge aus der Steinzeit. Ebenfalls viele Jahrhunderte alt ist auch das Bulhuset von 1650. Die Holzkonstruktion war ein Geschenk der Kommune Haderslev und stammt von einem historischen Festland-Hof. Auf Aarø wurde sie wieder aufgebaut.

In einem historischen Stallgebäude befindet sich heute das schöne Café Brummer. Der acht Meter hohe Gastraum mit einer alten, sichtbar freigelegten und restaurierten Dachkonstruktion bietet ausreichend Platz für etwa 50 Gäste. Sie können sich über eine liebevoll zusammengestellte Auswahl typisch dänischer Frokostgerichte, Kaffee und Kuchen für die gemütliche Kaffeetafel oder über warme Gerichte am Abend freuen. Im Caféshop können verschiedene Spezialitäten von den kleinen dänischen Inseln aber auch schwedische Marmelade eingekauft werden.

Besucher des Weinbergs auf Aarø probieren den Inselwein gern in gemütlicher Runde; Årø Vingård wurde bereits mehrfach als bestes Weingut Dänemarks ausgezeichnet.

Sportlich Ambitionierte probieren die japanische Parkgolfbahn aus. Der Kurs hat neun Löcher und liegt unmittelbar am Naturspielplatz. Dort haben alle Kinder jede Menge Spielspaß.